Ein entspannter Tag! Der Tag fing toll an mit dem Frühstück um kurz vor 7 Uhr, wo wir mit Blick auf dem Dom frühstücken. https://www.komoot.de/tour/1168837612?ref=wtd Am Anfang ging unsere heutige Strecke den Donau-Radweg entlang, flussaufwärts. Das war ein ausgesprochen schönes, flaches Stück. Dann wurde es wieder etwas hügeligen auf dem Weg in Richtung Freising. Unterwegs hielten wir, nach ca 50 km, in Pfeffersdorf auf eine kurze Rast an. Danach ging es nach Freising. Es gab wieder einige ordentliche Anstiege, aber die waren heute nicht so schlimm, weil zwischenzeitlich das Wetter kälter wurde. In Freising gab es vegane Bowls zu zu Mittag und anschließend ein Eis. Dann gings auf den Weg nach München. Das letzte Stück war dann eher flach. Je näher wir auf München zukamen, umso nerviger wurden die Autos. Irgendwann hatten wir genug und bogen an die Isar ab (den Radweg kannten wir ja). Aber die Autos wurden immer nerviger und am Ende war ich sehr froh, dass wir gesund im Hotel ankamen, nach 145 km und 900 hm. Wir durften die Räder mit aufs Zimmer nehmen. Wir duschen, riefen zuhause an, und gingen dann essen. Bei einem Koreanischen Restaurant gab es absolut super-tolles Essen. Jetzt sind wir zurück im Zimmer und schlafen gleich.
Autor: klaus
3. Tag: Regnitzlosau – Regensburg (26.06.2023)
Wir kamen heute eine Stunde später los, als am Vortag, da das Frühstück erst um 7:30 öffnete. https://www.komoot.de/tour/1168828515?ref=wtd Wir fuhren dann in einem Stück bis Markredwitz. Der Weg führte über die alte Eisenbahnlinie und hatte somit wenig Steigungen. Unterwegs kamen wir kurz durch meinen Geburtsort. In Marktredwitz war es schon so warm, dass ich bereits mein erstes alkoholfreies Weizen trank. (Der Höchstwert in der Sonne waren 37 Grad). Weiter ging es nach Weiden, wo wir Mittagspause machen wollten. Unterwegs wurden die letzten schlimmen Steigungen gemeistert und dem heute heftigen Gegenwind getrotzt. Außerdem kamen wir an einer echten Zoigl-Brauerei vorbei. Nächste Etappe war Schwandorf. Das zog sich wegen des Gegenwindes und der Hitze. Als Icing on the Cake: eine lange Schotterstrecke, auf der sich Dietmar den 1. Platten holte. Nach der Pause in Deggendorf war es fast schon 18 Uhr. Wir versuchte also zügig nach Regensburg zu fahren und kamen dann erst um 19:50 Uhr an, nach 187 km und 1600 Höhenmetern. Schnell eingecheckt im Hotel am Dom. Dann gabs gutes Abendessen, kurdisch-vegetarisch an der Donau.
2. Tag: Leipzig – Regnitzlosau (25.06.2023)
Die Nacht war zwar laut vor dem Hotel, aber ich habe trotzdem gut geschlafen. Wir standen um 5:45 auf und konnten schon um 6:30 ein tolles Frühstücksbuffet genießen. https://www.komoot.de/tour/1168818916?ref=wtd Etwa um 7:30 ging es dann los. Am Anfang ging es wieder an den Tagebauseen entlang, die einen großen Freizeitwert haben. Der schönste Teil der Tour heute war der Elster-Radweg, dem wir sehr lange gefolgt sind. Es wurde immer wärmer, und so machten wir schon in Gera eine erste Pause am Fluss. Dann ging es weiter bis nach Greiz. Die Strecke wurde inzwischen zunehmend anstrengender. Ein besonders steiler Berg hatte abschnittsweise 14%. In Greiz mussten wir lange suchen, bis wir ein Restaurant gefunden hatten (ein alkoholfreies Weizen = 5€, davon habe ich zwei getrunken). Wir stellten fest, das der anstrengende Teil der heutigen Strecke noch vor uns lag, und so planten wir noch einen Zwischenstopp in Plauen. Leider waren wir zu schnell durch die Stadt und so fuhren wir unterrichtete Dinge weiter. Zum Glück fanden wir 5 km hinter Plauen eine Gaststätte, wo wir dann ein Weizen (ohne Geschmack) trinken konnten. Dann waren es nur noch 24 km. Man sollte denken: kein Problem! Aber es hing weiterhin ständig auf und ab und am Schluss waren wir wirklich ziemlich fertig, nach 178 km und ziemlich genau 2000 hm. Das Hotel liegt schön, aber das Personal ist nicht ganz auf der Höhe. Duschen, dann Essen & Trinken bis 21:00 Uhr. Ich hatte Käsespätzle, die sehr satt gemacht haben. Jetzt ab ins Bett. Morgen gibt’s Frühstück leider erst ab 7:30, d.h. wir kommen eine Stunde später los als heute.
1. Tag: Berlin – Leipzig (24.06.2023)
Aufbruch mit Dietmar! Wir trafen uns um 7 Uhr an der Ecke Dianastraße/Waidmannsluster Damm und dann ging es endlich los. Nach 100 m stellte ich dann fest, dass ich nur einen Handschuh anhatte. Fängt ja gut an. Ansonsten ging es entlang schöner Radwege, stets mit leichtem Südwind und immer mit viel Sonne voran. „Ich bin unterwegs nach Süden und will weiter bis ans Meer“ fiel mir dabei ein. Pause machten wir nach 125 km in der Lutherstadt Wittenberg. Es gab eine Gemüse-Quiche und zwei Erdinger Alkoholfrei. Danach wurde es immer wärmer. Wir überquerten die Elbe. Dann fuhren wir durch gefluteten Tagebau und mit Rückenwind in Richtung Leipzig. In Leipzig am Hotel kamen wir kurz nach 17 Uhr an. 214 km waren geschafft! Wir konnten die Räder mit aufs Zimmer nehmen. Kurz geduscht, dann eine Pizza und schließlich ein Bierchen. Jetzt sind wir wieder im Hotel und ruhen schon ein wenig vor. Die Nacht war etwas unruhig, da wir über einer Straße wohnen, in der die ganze Nacht in den vielen Kneipen gefeiert wurde.
Isar-Radweg, Tag 3: Scharnitz nach Ismaning (141 km)
Den Tag begannen wir mit dem schlechten Omen des wie üblich letzten Platzes beim ESC für Deutschland (mit den passend benamten „Lord of the Lost“), ließen uns dadurch aber nicht die Laune trüben (den allermeisten war´s sowieso egal). Das Frühstück rustikaler als in der Post, aber es fehlte an nichts. Wie sich später herausstellte, hatten einige Teilnehmer (generisches Maskulinum) das ausgehängte Schild übersehen, das Mitnahme von Speisen strengstens untersagte, und Wegzehrung eingepackt. Nachdem wir unsere Räder aus der Garage geholt hatten, starteten wir pünktlich bei 4,5 Grad und es wurde bis Grünwald nicht wärmer als 7/8 Grad, blieb aber, von einigen wenigen angedeuteten Nieseltröpfchen abgesehen, trocken. Thilo hatte für die Rückfahrt eine Alternativroute ausgearbeitet, mit Ausflügen in den Berg mit ein paar heftigen Steigungen (besonders leichtfüßig bewältigt von Dietrich mit seinen kräftigen Beinen und einem gigantischen Ritzelpack und sowieso von Dietmar mit seinen überlegenen Bergqualitäten, die er später bei der Steigung nach Rothenrain nochmals demonstrieren würde) und auf Wegen mit ziemlich grobem Geröll. Ein Hochgenuss für unsere Gravel-Bikes, die sich zwar schon am Vortag in ihrem angestammten Lebensraum wohlfühlen durften, sich aber hier wahrlich artgerecht austoben konnten. Ein herrlicher Abschnitt unserer Ausfahrt! Teils auf mit Tag 1 identischem, teils abweichendem Weg mit einigen kurzen Irrwegen und einer Fast-Wanderung auf schlammig-abschüssigem Waldboden (nur Dietmar und ich plädierten für Weiterwandern, auf Mehrheitsbeschluss wurde umgedreht und eine bessere Route gewählt) fuhren wir recht zügig und mit nur wenigen Pausen gen Norden. Tempo und Charakter der Kolonnenfahrt hatten nun schon eher rennradartigen Charakter angenommen und genau diese Mischung macht den Reiz der Gravelbikes aus. Der Plan, eine kurze Mittagspause in einer Bäckerei einzulegen, wurde etwas inkonsequent umgesetzt, in Rothenrain ließen wir das einladend wirkende Café Bolzmacher rechts liegen, im nächsten Ortsteil zog sich Thilo an der Genuss-Box, einem Automaten mit lokalen landwirtschaftlichen Produkten, 4 geräucherte Würste, von denen er unter deutlichem Wohlgefallen sogleich eine im Fahren konsumierte. Anschließend war bei ihm eine Leistungssteigerung festzustellen, die bis zum Schluss anhielt. Aber auch bei Cornelia zeigte sich trotz der Strapazen des Vortages auffallend mehr „Wumms“, und das ganz ohne Schweinswurst-Doping. Es geht doch nichts über versteckte Kraftreserven. Alle anderen blieben ihrem Leistungsniveau treu, mit kaum fühlbarer Schwächeltendenz gegen Ende. Aber zurück zur Wegstrecke: Wir passierten in Egling die Fischzucht Aumühle, als Peter erspähte und verkündete, dass dort Fischbrötchen zu bekommen waren, wahlweise mit (laut Schild Vorderseite „geiztem“) Lachs oder Räucherfisch ungenannter Spezies. Wir machten Halt und wer nichts aus dem Hotel Ramona dabei hatte, stärkte sich mit Backware und Omega-3-Fettsäuren, so dass das innere Kraftwerk wieder auf Volllast schalten konnte. Den weiteren Weg absolvierten wir überwiegend auf umgekehrtem Pfad von Tag 1 und erreichten Grünwald, als die Sonne die Wolkendecke durchbrach, um unsere geschundenen Körper bei nun 11 Grad – gefühlten 15 – sanft zu streicheln. Der Isarwanderweg war schon bei Bad Tölz ungleich stärker bevölkert als am Vortag (klar: Sonntag und Muttertag) und in den Isarauen von München tummelte sich dichter Radl- und Spaziergängerverkehr, den wir natürlich sicher, höflich und souverän umzirkelten. Es gab keine unangenehmen Begegnungen. Der letzte Abschnitt zog sich länger hin als gedacht (subjektiv), doch schließlich erreichten wir unser Ziel, das Hotel zur Post. Herzliche Verabschiedung mündete in allgemeine zufriedene Abreise mit Heimfahrt bei spannenden Radionachrichten über die Wahlen in Bremen und in der Türkei. Fazit: Eine Tour wie aus dem Heiligen Buch Gravel. Nie war mehr Schotter, Kies und Waldboden. Ein Hochgenuss, der noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Danke an die Planer und alle Mitfahrer. Auch das Wetter hat mitgespielt, denn wir wollen doch hart sein, oder? [osm_map_v3 map_center=“autolat,autolon“ zoom=“autozoom“ width=“100%“ height=“450″ file_list=“../../../../wp-content/uploads/sites/7/2023/06/2023-05-14-Isarquelle-Ismaning.gpx“ type=“basemap“ file_color_list=“purple“ control=“scaleline,overview“ file_title=“Basemap“] Bericht von Rolf Diekmann (erschienen auf der Teamwork-Homepage)Videos von Thilo Kudelka, Bilder von den Teilnehmern.